Schreibübung: Der Gehörlose im Wald

Ich stapfe durch den Herbstwald. Die Sonne steht hoch am Himmel und lässt ein farbenfrohes Spektakel im Blätterwerk entstehen. Ich spüre einen milden Windhauch und sehe wie sich die Blätter leicht hin und her wiegen. Ich bewege mich den alten Waldweg entlang. Die Luft riecht angenehm frisch. An einer Lichtung halte ich inne um das Moos zu berühren. Einige Hundert Meter weiter entdecke ich einen enormen Findling. Ich lasse meine Hand über seine raue Oberfläche gleiten und spüre die zeitlose Ruhe des Steines. Ich setze meinen Weg weiter fort. Ich erschrecke, als mich ein Fahrradfahrer eng überholt, der mir noch eine ungezogene Geste entgegenbringt.  Eine halbe Stunde später erreiche ich ein Flussufer. Der Wind sorgt für kleine schön Anzusehende kräuselnde Wellen. Ich hocke mich ans Ufer und spüre nach dem Wasser. Es ist der Jahreszeit entsprechend kühl. In der Nähe steht eine Bank und ich setze mich. Zwei Enten landen und werfen mir gierige Blicke zu. Wahrscheinlich erwarten sie, dass ich Brotkrumen dabeihabe. Leider muss ich die beiden enttäuschen. Nach kurzer Zeit verlieren sie das Interesse an mir. Ich lasse meine Gedanken schweifen und starre auf das Wasser. Die Sonne steht jetzt schon am Horizont und ich begebe mich auf den Rückweg. Ein schöner Tag.

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