prägende Game Boy Spiele der Jugend: Nintendo World Cup

Nachdem ich beim letzten mal über meine ersten Berührungen mit Videospielen berichtet habe starte ich heute ein Reihe, welche Einblick in die Game Boy Spiele geben wird, die auf irgend eine Art und Weise herausragend waren.

Nintendo World Cup

Das Spiel gehörte nicht mir sondern einem guten Freund, und zählt zu meinen ersten noch abrufbaren Erinnerungen die ich an den Fußball habe. Besagter Freund war vernarrt in Fußball und darum hatte er wahrscheinlich dieses Spiel geschenkt bekommen. Es orientiert sich an der Weltmeisterschaft von 1990 in Italien bei der Deutschland Weltmeister wurde. Wie schon erwähnt waren meine Erfahrungen mit Fußball relativ gering. Ich erinnere mich nicht, ein Spiel dieser Weltmeisterschaft im Fernsehen gesehen zu haben und auch praktisch ging es bei mir über ein wenig Bolzen auf dem Feld kaum hinaus. Ich hatte auch keine Ahnung welche Mannschaften gut sind aber das sollte sich durch dieses Spiel ändern.

Nach dem Start von Nintendo World Cup kann man entscheiden ob man allein oder zu zweit spielen möchte, wobei für das Spiel zu zweit natürlich wieder zwei Game Boy mit jeweils einem Spiel benötigt wurden. Mangels eines zweiten Spiels haben wir es bei uns immer nur allein gespielt. Nach dem Start kann man sich für eine von 13 Mannschaften entscheiden mit der man Spielen möchte(unter anderem Deutschland, England, Argentinien und USSR). Hierbei entstand meine erste fußballerische Prägung. Kamerun war immer der erste Gegner (es sei denn man spielte selbst Kamerun) und Deutschland immer der Endgegner (außer man selbst hatte die Deutschen). Ergo: Deutschland = Gut und Kamerun = Schlecht. Das wurde im Spiel auch dadurch porträtiert, dass Spieler von guten Mannschaften einfach schneller waren und stärkere Schüsse ausführen konnten.

Das Spiel an sich hatte dann mit echtem Fußball nur noch wenig zu tun. Gegnerische Spieler wurden durch Bodytackles umgehauen (und irgendwann blieben sie sogar bewusstlos auf dem Spielfeld liegen) denn Schiedsrichter gab es nicht. Zusätzlich konnte man durch Fallrückzieher auch unhaltbare Superschüsse auf das Tor treten, welche alle Spieler auf der Flugbahn umgehauen haben (inklusive dem Torwart haha). Eine Besonderheit war, dass man nur einen Spieler selbst steuern konnte und die Mitspieler von der KI übernommen wurden. Auch die Spielfelder hatten einige Überraschungen parat. Auf einigen lagen riesige Steine herum, über die man stolpern konnte und das Spielfeld auf dem man gegen Russland gespielt hat bestand komplett aus Eis. Auf dem Eis bewegten sich alle Spieler noch viel Schneller als normal und mir gelang es dadurch einmal eine Partie mit 102:0 für mich zu entscheiden, da ich eine optimale Route vom gegnerischen Anstoß bis ins Tor entdeckt hatte.

Fazit: Nintendo World Cup hat bei mir als kleinem jungen durchaus unrealistische Vorstellungen von Fußball erweckt aber immerhin war es ein erster Einstieg in des deutschen liebste Sportart.

 

world-cup-eu-vorderseite
„Realistisch“

 

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