Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These – Kaikou – 01

Intro

Plot

“In the Eternal Night”

Legend of the Galactic Heroes (Ginga Eiyū Densetsu „銀河英雄伝説“) ist eine Serie mehrerer Science-Fiction-Romane von Yoshiki Tanaka aus den 80er Jahren. Der Stoff wurde in den 90ern als Anime einer 110 Folgen umfassenden OVA (Original Video Adaption) verarbeitet. Diese Serie gilt bei vielen (auf jeden Fall bei mir) als das Non Plus Ultra im Space Opera Genre. Und jetzt zum Beginn der Anime-Frühlingssaison 2018 wagt sich Production I.G an eine Neuinterpretation.

In der weit entfernten Zukunft (ca 3600 n.Chr.) hat die Menschheit die Milchstraße besiedelt. Es haben sich im Laufe der Zeit zwei Machtblöcke etabliert. Das Galaktische Kaiserreich und die Allianz der freien Planeten. Weiterhin gibt es noch einen kleinen neutralen Staat mit dem Namen Fezzan. Der Umfang der kompletten Geschichte lässt sich nur als „Episch im ursprünglichen Wortsinn“ beschreiben. Der Konflikt zwischen dem Kaiserreich und der Allianz steuert zu Beginn der Erzählung einem neuen Höhepunkt entgegen und die Zukunft wird allein von denjenigen gestaltet werden, die am Ende noch am Leben sind.

 

In der ersten Episode erleben wird das Geschehen meist aus der Sicht der Kaiserlichen erzählt. Der 20 jährige Reinhard von Lohengramm ist befehlshabender Offizier einer 20.000 Schiffe großen Flotte, mit dem Auftrag die Allianz anzugreifen. Sein Adjutant ist sein bester Freund seit Kindertagen, Siegfried Kircheis. Reinhard ist ein militärisches und politisches Genie, der sich seine Position durch beeindruckende militärische Erfolge erarbeitet hat. Aber Erfolg produziert auch Neider und die unter ihm dienenden Admiräle würden ihn nur zu gern scheitern sehen.

Die Kaiserliche Flotte trifft auf drei Flotten der Allianz, welche zusammengezählt um die 40.000 Schiffe zählen. Reinhards Admiräle wollen ihn zum Rückzug bewegen, aber er sieht die Situation als günstige Gelegenheit, den Feind vollkommen zu vernichten. Die drei Flotten der Allianz haben sich nämlich aufgeteilt, um die Kaiserlichen komplett zu umzingeln. Bevor es dazu kommen kann will Reinhard jede Flotte einzeln mit einem Sturmangriff überraschen, wobei er dann auf den lokalen Schlachtfeldern seine numerische Überlegenheit zum Tragen bringen kann. Die Kriegsführung der Parteien umfasst den exzessiven Gebrauch von Störgeräten ,wodurch die Langstreckenkommunikation stark erschwert wird. Die Raumschlachten erhalten dadurch einen mittelalterlich anmutenden Charakter bei dem Sichtkontakt und der Einsatz von Boten die einzige Art der Kommunikation darstellten. Die Führungskräfte der Allianz sind von Reinhards Manöver komplett überfordert und es gelingt den Kaiserlichen zwei der Flotten im Einzelkampf ausreichend zu zerstreuen, dass sie für den Rest des Schlacht keine Rolle mehr spielen werden. Auch das Gefecht gegen die dritte Flotte entwickelt sich gemäß Reinhards Erwartungen, bis ein Treffer am Allianzflagschiff „Patroklos“ Vizeadmiral Paetta verwundet und Yang Wenli das Kommando über die Flotte übernimmt.

Legend of the Galactic Heroes (LotGH) besitzt einen riesigen Pool an auftretenden Charakteren und Handlungen. In der ersten Folge wird nur ein winziger Teil davon angekratzt. Ein zentrales Thema der Erzählung ist der militärische und psychologische Kampf der beiden Genies Reinhard von Lohengramm und Yang Wenli.

Ich fand die Animationen ansprechend. Mich stört auch das angepasste Charakterdesign von Reinhard nicht. Er sieht in der neuen Fassung älter und reifer aus als in der alten. Die Raumschiffe sind erwartungsmäßig durch 3D CGI animiert sehen aber nicht billig aus. Die Musik hat bei mir noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen aber es ist unwahrscheinlich, das die Genialität der klassischen Komposition erreicht werden kann. Allein schon aus nostalgischer Verklärtheit.

LotGH ist neben der Story auch immer ein interessanter Einblick in die japanische Faszination von deutschen Namen und Begriffen. Das Galaktische Kaiserreich hat sehr starke Anleihen beim Königreich Preußen, aus dem dann später das Deutsche Kaiserreich entstand. Viele Namen und Begriffe stammen auch aus Opern von Wagner, wobei die Schreibweise leicht abgewandelt wurde. Nur kann man nicht genau sagen ob aus Absicht oder weil es dadurch für japanische Ohren besser klingt. Die Namen der einzelnen Charaktere sorgen jedenfalls immer für Heiterkeit. Mein Highlight ist die grammatisch und inhaltlich falsche Übersetzung des Titels ins Deutsche. Aus Legend of the Galactic Heroes wurde „Heldensagen vom Kosmosinsel“.

Ich bin aufjedenfall auf die Qualität der nächsten Folgen gespannt.

Ending

 

 

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