Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These – Kaikou – 05

“Birth of the Thirteenth Fleet”

Und wir sind wieder in der Gegenwart angekommen. Interessante Entwicklungen zeichnen sich am Horizont ab, nachdem die beiden Hauptcharaktere und Ihre Umstände, eingeführt worden sind. LotGH ist im Kern eine politische Geschichte und nach Folge fünf sollte auch jedem klar sein, dass wir es hier nicht mit einer typischen Böse (Kaiserreich) gegen gut (Allianz) Erzählung zu tun haben.

Yang Wenli hat einen Waisen bei sich aufgenommen (Julian) ohne den er sein Leben wahrscheinlich nicht so geordnet meistern könnte. Yang ist ein sehr zerstreuter Mensch und Julian, kocht, putzt und organisiert sein Leben. Trotzdem verschläft Yang ein großes Staatsbegräbnis für die Gefallenen der Schlacht von Astarte. Im Navy Hauptquartier auf dem Planeten Heinessen hält Job Trunicht (der Verteidigungsminister) eine Rede, wie man sie auch im aktuellen politischen geschehen durchaus erleben könnte. Anhand von über 1,5 Mio Verlusten appelliert er an den Heimatstolz, und versucht die Toten zu glorifizieren. Dies scheint allgemein auch gut anzukommen. Standing Ovations begleiten den Minister. Nur Yang bekommt Ärger, weil er nicht aufstehen will. Parallelen in die deutschen 30er sind hier erkennbar. Trunicht beschwört den Nationalstolz aus rein machtpolitischen Gründen. In 70 Tagen gibt es Wahlen und als Verteidigungsminister hat er eigentlich die Verantwortung für die Toten von Astarte zu tragen. Daher dieses Ablenkungsmanöver.

Mitten in der Rede taucht Jessica Edwards (die alte Freundin von Yang) auf deren Verlobter ebenso in der Schlacht gefallen ist (siehe Folge 1, 2 und 4). Wütend unterstellt sie Trunicht, dass er nicht nach den Idealen lebt, welche er predigt. Er selbst steht nur hinter einem Podest und schwingt große Reden während andere Sterben. Auch von seiner Familie ist niemand direkt betroffen.

Die Stimmung droht zu kippen und Yang führt Jessica aus dem Gebäude, bevor sie von Sicherheitskräfte festgesetzt werden kann. Auf dem Weg zum Flughafen werden die beiden fast Opfer eines Anschlages durch eine LKW-Attacke (welche frappierende Ähnlichkeit zum Film I-Robot mit Will Smith aufweist).

Als Yang zuhause ankommt, wird er schon von Julian erwartet, der ihm ein leckeres Mahl kredenzt. Die gemütliche Ruhe wird aber jäh vom „Patriotischen Ritterchor“ gestört, einer paramilitärischen ultranationalistisch gesinnten Schlägertruppe, die für Trunicht die Drecksarbeit erledigt. Yang schafft es, die Raufbolde mithilfe einer Sprinkleranlage abzuwehren aber er wird das Gefühl nicht los, das solche Situationen in Zukunft immer mehr zunehmen werden.

Zu allem Überfluss wird er noch zum Flottenkommando gerufen, und erhält den Rang eines Konteradmirals. Er bekommt den Befehl über die Überreste der vierten und sechsten Flotte aus der Astarteschlacht, inklusive einem Auftrag, der einem Himmelfahrtskommando gleichzusetzen ist. Mit dieser halben Flotte soll er nämlich die Festung Iserlohn (detaillierte Infos zu Iserlohn werden wir denke ich in Folge 6 erhalten) einnehmen. Und obwohl Yang alles andere als begeistert von dieser Aufgabe ist, nimmt er sie in seinem Pflichtbewusstsein an.

In Folge fünf wird sehr gut die meiner Ansicht nach größte Schwachstelle einer Demokratie offengelegt. Da Politiker nur für eine kurze Zeit im Amt sind, bevor sie sich wieder zur Wahl stellen müssen sind auch deren Zielsetzungen und Vorhaben sehr kurzfristig angelegt. Der Machterhalt wird zur Priorität Nummer eins und sämtliche Ressourcen werden in diesen regelmäßig wiederkehrenden Kampf geworfen. Das Wohl der Bürger und der Nation kann hierbei schnell ins Hintertreffen geraten. Für Job Trunicht ist die aktuelle Situation jedenfalls ideal. Wenn Yang bei der Einnahme von Iserlohn scheitert gibt er einen idealen Sündenbock ab, dem es an patriotismus mangelte. Aber wenn er Erfolg hat kann Trunicht in seiner Rolle als Verteidigungsminister diese Leistung auch für sich ausschlachten. Ungewollt steht Yang so im Kernfokus der Politik der Allianz.

Nach drei bodenständigen Folgen wird es wieder Zeit für ein wenig Weltraumaction und die Schlacht um Iserlohn verspricht hier einiges.

 

 

 

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